Aktuelles


Ostergottesdienst am 04.04.2021 ab 9:30 Uhr


Eine Geschichte um Ostern und Ostern auf dem Dorf

 

Seit vielen Jahren wird vielerorts fleißig vor Ostern geschmückt. Hausfrauen haben zu allen Zeiten ein leckeres Festtagsessen vorbereitet, denn in der Osternacht endete die Fastenzeit. Am Ostersonntag ging man in die Kirche, um die Auferstehung Jesus zu feiern. Im jüdischen Glauben wird das „Paschafest" gefeiert, welches an den Auszug aus Ägypten erinnert. Ein Osterlamm wird Gott als Opfer dargebracht. Im Christentum symbolisiert das Lamm Jesus Christus, der sich für die Sünden der Welt opferte.

 

Das Ei ist seit Urzeiten ein Symbol der Fruchtbarkeit, des Lebens und des Neubeginns und ist heidnischen Ursprungs. Germanen und Kelten feierten den Frühlingsanfang. Selbst im antiken Ägypten und sicherlich in vielen Ländern auf der Welt wird Ostern noch ähnlich gefeiert, wie wir es heute feiern. Der Osterhase ist erst im 17. Jahrhundert in das Osterfest integriert worden.

 

Zurück zum Dorf:

Alle Familien freuten sich auf den Frühling, ein wundersamer Neubeginn allen Lebens in und um die Natur des Dorfes mit allerhand Ritualen. Es wurde gebacken und die Kuchenformen waren wie die typischen Ostertiere wie z. B. Lamm, Huhn und Hase.

 

Wir hatten eine Hasenform und meine Oma war ganz stolz, während des Krieges eine Backform aus Flugzeug-Aluminium ergattert zu haben, denn das war eine schlimme Zeit, wo es kaum etwas gab. Mit dieser backe ich heute noch die Osterhasen.

Einige Dörfer, wie auch Langsdorf, brannten in der Osternacht von Samstag auf Sonntag ein Osterfeuer ab. Das sollte den Winter vertreiben und alle Dorfbewohner vor Krankheit und Unheil schützen. Übrigens auch eine gern gesuchte Gelegenheit, um sich zu treffen und manche Beziehung ist dabei entstanden. In höheren Regionen wurden Osterräder, die man vorher mit Stroh umwickelt hatte, brennend von einem Berg gerollt.

 

In jedem Haus wurden die Hühnereier gefärbt, künstlerisch verschönert und jede Hausfrau hatte eine andere Technik und bevorzugte Farben. Ursprünglich fing man an zu färben, weil man während der Fastenzeit von Aschermittwoch an 40 Tage keine Eier essen durfte. Deshalb wurden diese im 17. Jahrhundert gekocht, um sie länger haltbar zu machen und mit Pflanzenfarben gefärbt, damit man sie von den rohen Eiern besser unterscheiden konnte.

 

Wir Kinder konnten es kaum abwarten, bis es endlich Ostermontag war, um in der Straße, wo man wohnte und bei den Paten die besucht werden wollten, „Frohe Ostern“ zu wünschen. Wie sollte es auch sonst sein, ein im Garten verstecktes Osternest wurde gesucht und musste gefunden werden.

Die Eier und manch gekaufter Schokoladenhase in bunter Aluminiumverpackung war heiß begehrt und die Eier waren gegenüber dem 17. Jahrhundert frisch gekocht und die gebackenen Osterhasen, die meist mit Schokolade überzogen waren, natürlich auch.

 

Nachdem wir alle in der Straße die Körbchen voll mit Eiern und Hasen gesammelt hatten, gingen wir in Gruppen zum Schlittenberg, „Praluuskippel“ und andere Anhöhen unseres Dorfes zum „Eierschibbeln“. Das war eine Gaudi und alle rollten die gesammelten Eier. Danach wurde gemeinschaftlich geprüft, welches Ei nicht kaputt war und das Kind, dem das Ei gehörte, wurde zum Eierkönig gekürt. Das bedeutete, das die anderen Kinder dem Eierkönig/der Eierkönigin ein Ei abgeben mussten. Manche Körbe waren zu klein für die große Ausbeute ...

 

Zu Hause wurden die Eier zunächst schnellstmöglich verwertet. Einige kamen zu jedem Abendbrot auf den Tisch und andere wurden in eine leckere Kräutersoße integriert, wozu Pellkartoffeln gekocht wurden. Manche haben die gekochten Eier in einem Hackbraten in der Kastenform verpackt und mitgebacken. Nichts wurde weggeworfen und alles verwertet, selbst die Eierschalen kamen auf den Kompost.

 

Heute sind viele Rituale in Vergessenheit geraten, die Zeit ist so schnelllebig geworden und viele Kinder spielen nicht mehr oft auf den Straßen. Solche Osterrituale wie früher wird es wahrscheinlich vielerorts nicht mehr geben.

Jetzt ist das Computerzeitalter. Ein Fluch, aber auch ein Glück, denn während Covid ist es für viele doch ein Weg nach außen, um soziale Kontakte zu pflegen und Isolation zu verhindern.

 

Ich hoffe, dass die Zukunft bessere Zeiten bringt, in der wir uns alle wieder treffen, lachen und umarmen können und unser gewohntes Leben wieder aufnehmen. Bis dahin bleibt alle gesund. Telefoniert mit Freunden, ruft euch nette Worte zu und kontaktiert die älteren Nachbarn, manches Fenstergespräch ist wichtig. Und verliert bitte nicht den Glauben und die Hoffnung.

 

Eure Kuhls Anja


1250 Jahre Langsdorf - Warum feiern wir eigentlich?

 Online-Vortrag von Prof. Dr. Michael Oberweis

(Video-Freischaltung ab 21.03.2021)

 

Kleiner Hinweis: Wer noch Interesse an den verschiedenen bisherigen Veröffentlichungen hat, bitte schauen unter "Publikationen" (Unterseite von Home/Aktuelles).


 Vorstellung der „Langsdorfer Speckmaus“ für's Jubiläumsjahr

 

Im Jahr 2021 wird Langsdorf 1.250 Jahre alt. Normalerweise sollte es heißen „die Planungen sind in vollem Gange“, aber die Entwicklung der Pandemie lässt das Organisationsteam - bestehend aus Vereinen und Ortsbeirat - nur vorsichtig und verantwortungsbewusst „auf Sicht fahren“.

Mit diesem Pressebericht will das Planungsgremium allen Langsdorfern & Langsdorferinnen und natürlich den Nachbardörfern und -gemeinden einen aktuellen Stand der Planungen mitteilen und das Maskottchen der 1250-Jahr-Feierlichkeiten vorstellen.

Die Langsdorfer*innen wurden schon von jeher als „Langsdorfer Speckmäus“ bezeichnet. Gespräche mit den ältesten Bewohnern führen diesen Titel auf die gute Versorgung durch die ortsansässigen Landwirte in Kriegs- und Notzeiten zurück. Die Langsdorfer Bevölkerung musste demnach weniger Hunger leiden als andere Orte in unserer oberhessischen Heimat. Leider ist nicht genau zu recherchieren, seit welchem Kriegsgeschehen dieser Name an uns vergeben wurde.

Da es aber die Bezeichnung nun mal gibt, entschloss sich der Ortsbeirat im Zuge des anstehenden Jubiläums, ein Maskottchen entwerfen zu lassen. Gezeichnet wurde die „Langsdorfer Speckmaus“ von Petra Hartner, einer ehemaligen Bewohnerin des Dorfes.

An dieser Stelle möchten wir die bisher avisierten Termine der verschiedenen Veranstaltungen des Jubiläumsjahres kommunizieren. Angesichts der unklaren Pandemiesituation wird über das konkrete Format der einzelnen Veranstaltungen kurzfristig entschieden und informiert.

Sonntag, 21. März - Kirche

Vortrag von Prof. Dr. Michael Oberweis (Mainz) zum Thema „1250 Jahre Langsdorf – Warum feiern wir eigentlich?“ – Organisation Langsdorfer Stiftung und Kirchengemeinde.

 

Sonntag, 13. Juni - Dorfmitte

Stehender Festzug mit Ausstellungen und Verpflegung durch die Vereine und Institutionen des Dorfs.

 

Samstag, 10. Juli - Sportplatz

Festakt mit der Überreichung der Freiherr-vom-Stein-Urkunde durch das hessische Innenministerium.

 

Samstag, 4. September - Johanneshof

„Dörfer-Feier“ / gemeinsames Fest mit Bettenhausen, welches 2021 ebenfalls 1250-jähriges Jubiläum feiert.

 

Weitere Planungen und Umsetzungen soll im März 2021 erfolgen/entschieden werden. Helfende Hände sind gerne willkommen und interessierte Bürger*innen können gerne alle Vereine sowie den Ortsbeirat ansprechen.

 

Weitere Infos zu den Veranstaltungen der 1250-Jahr-Feierlichkeiten wird man auf dieser Webseite finden.

 

(Anmerkung der Redaktion: Der Text ist von einer Presse-Mitteilung vom 11. Februar 2021. Inzwischen wurden die Feierlichkeiten offiziell auf 2022 verschoben)

 


KIRCHENVORSTANDSWAHL  2021  IN  LANGSDORF

Am 13. Juni 2021 wird in unserem Dorf ein neuer Kirchenvorstand gewählt. Wahlberechtigt sind alle evangelischen Gemeindemitglieder im Alter ab 14 Jahren. Für den Kirchenvorstand geben wir die nachfolgenden Wahlvorschläge bekannt:

 

Hilde Gerhard

Christel Hauser

Nicole Martin

Luisa Müller

Nathalie Schliewa

Mechthild Schmidt

Natascha Tietze

Claudia Wenzel

Vivienne Wenzel

Dennis Wirth


Spendenaktion zugunsten des Kriegsgräber-Denkmals auf dem Langsdorfer Friedhof

 

Leserbrief erschienen im Licher Wochenblatt am 17.12.2020, zur Verfügung gestellt von Anja Köhler:

 

Liebe Langsdorfer,

mutig und offen die Herausforderungen des Lebens anzunehmen gehört zu meinem Lebensmotto. Ehrlichkeit im Umgang miteinander ist für mich ohne Transparenz undenkbar. Aus diesem Grund komme ich meiner Informationspflicht nach und schreibe heute einen Brief an alle Langsdorfer und Denkmal-Interessierte, denn einige warten bestimmt schon auf eine Antwort.

 

Seit zwei Jahren sprechen mich immer wieder Bürger auf den Zustand unseres Kriegsgräber-Denkmales an. Ein unschöner vernachlässigter Ort sei es geworden, den man deshalb auch nicht mehr gerne betreten würde. Gerade die dort gewürdigten Menschen unseres Dorfes, die durch Krieg vermisst und gefallen, getötet und durch Krankheit gestorben sind, dürfen in Anbetracht der 1250-Jahrfeier 2021 nicht vergessen werden. Schließlich gehörten alle auch zu unserer Dorfgeschichte.

 

Auf Wunsch einiger Bürger, mich dem Thema anzunehmen, wurden von mir zunächst alle Wünsche im Wesentlichen zusammengefasst, ein Konzept ausgearbeitet, welches ich danach unserem Bürgermeister Herrn Dr. Neubert vorlegen konnte.

 

Folgendes kann ich nun vor Weihnachten berichten:

Nach Konzeptprüfung wurde durch alle wichtigen Entscheidungsträger und den Denkmalschutz eine Sichtung des Komplexes mit einer Bestandsaufnahme durchgeführt. Alle Anwesenden konnten sich einigen, dass dieser geschichtsträchtige Ort die Aufmerksamkeit verdient, in vielerlei Hinsicht verbessert und geachtet zu werden. Wie sich das zukünftig gestaltet, hängt vom Umfang aller nötigen Maßnahmen ab, die erst im neuen Jahr genau ermittelt werden können.

 

Da öffentliche Gelder alleine nicht ausreichen, wurde ein Spendenkonto eingerichtet.

 

Wichtig: Allen Spendern wird nach Geldeingang eine abzugsfähige Spendenquittung ausgestellt, die steuerlich geltend gemacht werden darf. Ab sofort können auf das folgende Konto der Stadtkasse Lich Spenden eingezahlt werden.

 

Sparkasse Gießen

IBAN DE 17 5135 0025 0241 0007 85

BIC SKGIDE5F

 

Verwendungszweck: "Denkmalpflege Langsdorf" und den Namen mit Adresse der Spender. Selbstverständlich werden Namen und Adressen anonym behandelt.

 

Über weitere Informationen wird auch im Laufe des neuen Jahres auf der Webseite Dolleslangsdorf.de berichtet werden. Gerne gebe ich auch telefonisch Auskunft: 0176 - 22 97 36 94. Alle anderen, die schon mitmachen wollen, freuen sich über jeden Bürger, der bei diesem Projekt helfen und/oder spenden will, denn nur gemeinsam sind wir stark und können viel erreichen ...

 

Eure "Kuhls Anja"

( Anja Köhler)

 

Hinweis der Redaktion:

Fortschritte und Neuigkeiten über die Sanierung werden so zeitnah wie möglich auf der DD-Webseite gezeigt.


Liebe Leserin, lieber Leser,

 

es werden immer mal Stimmen laut, dass sich hier auf der Webseite nichts bewegen würde. Die Redaktion bemüht sich redlich, kann sich aber nicht alles aus den Fingern saugen. Für Vorschläge von Veröffentlichungen sind wir offen, vorausgesetzt es ist nichts privates.

 

Die Redaktion


Wer sich über die aktuellen Verordnungen des Landes Hessen hinsichtlich Corona informieren möchte, bitte diesem Link folgen:

 

https://www.hessen.de/fuer-buerger/corona-hessen/verordnungen-und-allgemeinverfuegungen



Die Langsdorfer (auch Speckmäus genannt) begrüßen Sie auf ihrer neuen Webseite.

Viel Spaß beim Durch-klicken.


Allg. Termine


Veranstaltungskalender 2021 demnächst hier zum Downloaden.




   DD-Gewinner 2005

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